Luxusreisen anders denken
Authentisch sollen sie sein, individuell und exklusiv. Erlebnisse der besonderen Art eben, die den Urlaub im Highend-Segment ausmachen.
Luxus bedeutet viel mehr als edle Suiten in glänzenden Hotelgebäuden, große Villen am Strand einer angesagten Destination oder teure Kabinen auf gigantischen Kreuzfahrtschiffen. Besser gesagt: Der Trend im Luxussegment geht genau in die andere Richtung. Hin zu Echtem, Ursprünglichem, Natürlichem. Unverfälschte Erlebnisse wie Walking-Safaris, Begegnungen mit wilden Tieren in ihrem natürlichen Lebensraum und Dinner unterm Sternenhimmel gewinnen immer mehr an Bedeutung. Airtours, der Luxus-Reiseveranstalter der Tui, verfügt über ein umfassendes Angebot an Luxusreisen. Darüber hinaus ermöglicht die Airtours Private Travel Manufaktur maßgeschneiderte Reisen, die nahezu jeden Gästewunsch erfüllen.
„Wir haben kein klassisches Reiseprogramm“, sagt Beate Arnold, verantwortlich für Airtours Private Travel. „Wir machen alles möglich, was überhaupt möglich ist.“ Denn die Zielgruppe ist genau definiert: Sie hat ein hohes Einkommen, verreist gern und hebt sich klar vom Massentourismus in Richtung Außergewöhnlichem ab. So haben beispielsweise alle Rundreisen einen privaten Guide, individuelle Wünsche der Gäste bestimmen die Planung. Letztere könne von zwei Tagen bis zu sieben Monaten dauern, bis die perfekte Reise stehe, so Arnold. „Hochzeiten oder Geburtstagsfeiern mit einer Reise zu verbinden, benötigt meistens einen längeren Vorlauf“, erklärt Arnold. Zudem bewege man sich überwiegend auf der Fernstrecke nach Afrika, Asien und Indischem Ozean.
„Wir machen alles möglich, was überhaupt möglich ist.“
Solche Reisen stehen auf zwei wichtigen Säulen: der Kommunikation mit den Reisebüros und der Trendforschung. „Reisebüros sind die direkten Ansprechpartner für unsere Kunden“, sagt Arnold. Speziell im Luxussegment seien Online-Buchungen deutlich seltener als im Pauschalreisemarkt. Die Reisebüros geben Wünsche und Erwartungen der Kunden an das Team der Private Travel Manufaktur weiter, das so lange an einer Reise bastelt, bis sie perfekt passt. Dabei werden Vorschläge unterbreitet, Alternativen aufgezeigt, manchmal sogar ursprünglich geplante Zielgebiete geändert. Kunden können sich auch direkt an das Expertenteam in Hannover wenden.

Reisetrends frühzeitig zu erkennen, ist für Airtours besonders wichtig. Trendforscher Oliver Kreipe ist seit 30 Jahren an Bord, kennt den Markt in- und auswendig. Er lässt soziologische und psychologische Aspekte in seine weltweiten Beobachtungen und Branchenauswertungen einfließen. „Wenn ein Thema in der Öffentlichkeit häufig gespielt wird, schauen wir, welches Potenzial es hat“, beschreibt Kreipe. Longevity sei zum Beispiel seit einiger Zeit sehr gefragt: Mit individuellen Programmen und persönlicher Begleitung den Urlaub für die Gesundheit zu nutzen. Kaum ist ein Trend erkannt, werde das Produktmanagement darüber informiert, um konkrete Angebote für Kunden zu erstellen.
All-inclusive-Reisen im Luxussegment
„Grundsätzlich hat der Luxuskunde die gleichen Ansprüche wie jeder andere Reisegast“, sagt Kreipe. „Land, Kultur, Kreuzfahrt oder Safaris zu erleben – nur auf einem anderen Level.“ Auf diesem werden übrigens auch All-inclusive-Reisen gebucht. Ein klassisches Beispiel dafür, wie ein Low-Budget-Trend durch den Luxusmarkt gerollt ist. Astro-Tourismus sei ein weiterer Trend, so Kreipe, gutes Essen sowieso. Und das möglichst vom Spitzenkoch aus regionalen Produkten zubereitet. Enorm wichtig sei aufmerksames Hotelpersonal: „Wir erleben eine Singularisierung der Gesellschaft weg von der Gemeinschaft, hin zu Individualität und Selbstverwirklichung“, erklärt Kreipe und fügt hinzu: „Deshalb will der Gast auch im Hotel als jemand Besonderer wahrgenommen werden.“
Und wohin gehen die Reisetrends im Herbst und Winter 2025/26? Luxusfavoriten im Herbst sind die griechischen Inseln, Athen und seine Riviera. Kreta hat sich zum Hotspot der Luxushotellerie im Mittelmeer entwickelt, hier vor allem das Fünf-Sterne-Resort Daios Cove in Agios Nikolaos mit seinem Longevity-Angebot. Wie die meisten Hotels auf Kreta hat auch das Daios Cove von etwa Anfang November bis Mitte April geschlossen.
„Gäste suchen nach einem Robinson-Gefühl, abgeschottet vom Rest der Welt.“
Das südliche Afrika steht bei Reisenden ebenfalls hoch im Kurs, gefolgt von den Vereinigten Arabischen Emiraten und Japan. „Afrika boomt“, bringt es Arnold auf den Punkt. „Die Menschen wollen sich etwas Besonderes leisten und Reisen nicht mehr aufschieben. Wir nehmen wahr, dass mehr Entschlossenheit herrscht, jetzt für außergewöhnliche Erlebnisse zu sorgen, statt sie für irgendwann später zu planen.“ Die Natur spiele im Zielgebiet eine entscheidende Rolle. „Wir leben aktuell in herausfordernden Zeiten. Und je stärker es Richtung Krise geht, desto eher sucht man nach Auszeiten. Nach einem Robinson-Gefühl, abgeschottet vom Rest der Welt.“ Passend dazu bietet Airtours natürlich auch exklusive, private Malediven-Inseln.
Text: Daniela Kebel
Bilder: airtours


